Sweeney Todd

Ein Musical-Thriller im emma-theater
Eine Produktion der GMA von 2006


Kreativteam
Musik und Texte: Stephen Sondheim Deutsche Übersetzung: Markus Weber Regie: Sascha Wienhausen Regieassistenz: Julia Pospiech Musikalische Leitung: Martin Wessels Choreografie: Gabor Tasfi Lichtdesign: Sascha Wienhausen Programm und Plakatdesign: GTA
Bühnenbild: Sascha Wienhausen Realisation: Peer Rudolf Herstellung: Werkstätten der Städtischen Bühnen Osnabrück Kostüme: Städtische Bühnen Osnabrück

 
Wir möchten Sie heute zu einem wahrlich ungewöhnlichen Abend begrüßen und hoffen, dass Sie vorher gut gegessen haben oder zumindest ein Freund des schwarzen Humors sind, denn dieses Musical ist nichts für schwache Nerven. Nicht ohne Grund hat Stephen Sondheim sein Stück einen Musicalthriller genannt. Genauso dämonisch wie dieser Abend sind die Spekulationen, die sich um die Entstehung der wahren Geschichte von Sweeney Todd ranken. Vermutungen greifen bis zu einer Ballade über einen französischen Barbier des 14. Jahrhunderts zurück. Andere glauben, hinter der Geschichte stünden Moritaten von einem gewissen Sawney Beane und seiner Kannibalenfamilie, die im 16. Jahrhundert während der Regierungszeit James I. über tausend Menschen verschlungen haben sollen. Realistischer könnte ein Mordfall Mitte der 1780er Jahre in Londons Fleet Street sein, in der Nähe des Hauses Nr. 186. Jedenfalls wurde die Schauergeschichte 1846 erstmals den Lesern der englischen Wochenzeitschrift The People’s Periodical and Family Library (gedruckt in der Fleet Street!) unter der Überschrift The String of Pearls serviert. Sie war – in 18 Ausgaben und 37 Kapiteln – äußerst erfolgreich und fand bereits ein Jahr später in Form eines Melodrams (vermutlich von Peckett Prest und George Dibbin Pitt), in dem ein Barbier seine Kunden mordet und sie durch einen unterirdischen Tunnel zu Mrs. Lovett bringt, im Londoner Britania Theatre sein Publikum. Weitere Versionen folgten bis hin zu Bonds Schauspiel, das Sondheim 1973 im Royal Theater, Stanford, gesehen hatte. Welche der wahren Begebenheiten auch immer zu Grunde liegt, das Drama hat nichts von seinem Schrecken verloren und ist bis heute grauenhaft aktuell. Immer wieder erschrecken uns Nachrichten von Kannibalen und mörderischen Liebhabern, die ihre Opfer zum Fressen gern haben. Wir wünschen einen vergnüglichen Theaterabend und Guten Appetit.
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Besetzung

sweeney todd: benjamin witthoff 
mrs. lovett: eva danner, daniela tweesmann 
johanna: anna ciolek, nina schulz 
anthony hope: alexander janacek 
bettlerin: mona klimaschewski, kristin fahrland 
judge turpin: oliver fendel 
beatrice bamfort: julie ann boyle, corinna sieg 
tobias ragg: christian tobias müller
adolfo pirelli: marco wiskandt 
jona fogg: kristin fahrland, vanessa valentine 
frau 1:katrin lièvre 
frau 2:sarah ahrens 
frau 3: verena metz 
mann 1: alexander grigorgevski 
mann 2: thorsten gangloff 
mann 3: sebastian teichner 
Ensemble: 
carolin pommert, ben gerlach, carolin ruthig, karin ochsner, cornelia jabusch, johanna-katharina rau, carolin eisfeld, sabine hennig, monique dinies, anna-karina schmitz, heiko de lange, katrin hassenrück, kerstin kitzig, vanessa schreiber, jennifer blank, dennis schigiol